| Die Musik der Gruppe Razbar
Die Gruppe Razbar hat sich 1997 in Bonn gebildet, mit dem Ziel die heilige Musik der Ahl-e Haqq mit ihren tiefgehenden Wurzeln in alten spirituellen und künstlerischen Traditionen von außergewöhnlichem Reichtum zu präsentieren. Vom Anbeginn ihrer Karriere ist die Gruppe durch mittanzendes Publikum, begeistert von der Entdeckung dieser bislang verborgenen Art von Musik, motiviert worden.
Das Repertoire umfasst ein reiches Erbe der seit alters her bewahrten heiligen Texte und Melodien, die Generationen durchlaufen haben. Die Kompositionen sind vielfältig und es gibt keine festgelegte Form der Performance. Die Arrangements der Texte und Melodien sind intuitiv und die Anzahl der Musiker, Frontsänger und Mitglieder des Chors kann sich mit jedem Konzert ändern.

Die Mitglieder der Gruppe haben keine akademische Musikausbildung im herkömmlichen Sinn, sondern sie sind mit dieser Musik aufgewachsen. Sogar auf der Bühne, wenn sie passioniert musizieren, befinden sie sich im Zustand der Andacht. Für ihr Repertoire setzt die Gruppe Razbar vor allem drei Instrumente ein. Das führende Instrument ist die dreisaitige Langhalslaute Tanbur. Die Tanbur ist in ihren frühen Formen schon seit zweitausend Jahren bekannt. Ihren heutigen sakralen Status hat sie allerdings erst im 15. Jh. erlangt. Seitdem wurde sie nie für profane Musik oder zur Unterhaltung benutzt. In Verbindung mit der Tanbur wird die Rahmentrommel Daf verwendet, um Heiterkeit zu erzeugen und Emotionen anzuregen. Die mitreißenden Töne der Daf sind kaum von einem anderen Schlagzeug zu übertreffen. Diese beiden Instrumente werden häufig von einem Streichinstrument, der Kamantsche (Fiedel), begleitet. Die subtilen Töne der Kamantsche verleihen der Musik einen nostalgischen Charakter.
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